Das Tier als Freund des Menschen

Unsere Katzenoma Lilly
 

Unser Kater Pelle war einsam, weil wir seinen besten Freund Peter einschläfern lassen mussten. Wir hatten nur noch den alten Timo, aber der mochte nicht mehr rumtoben.

Eines Tages bekamen wir Besuch von einem Freund. Er wollte abends noch zu seinen Eltern weiter, aber wir haben uns festgequatscht, so dass er seinen Zug verpasste. Also hat er bei uns übernachtet und wir wollten ihn am nächsten Tag hinfahren. Auf dem Weg kamen wir an einem Bauernhof vorbei, den ein alter Freund von ihm bewirtschaftet.

Wir besuchten ihn und sahen die vielen Katzen. Die meisten von ihnen waren ausgesetzt worden, da der Bauernhof direkt an der Straße liegt. Unter den Katzen war auch eine hochträchtige. Sie nahmen wir mit nach Hause und nannten sie Lilly.
Wenige Tage später bekam sie ihre Babys. Obwohl sie sehr scheu war durfte ich sie dabei unterstützen und beruhigen. Sie bekam zwei Junge: einen Kater, den wir Tiger nannten (er hatte ihre Tigerzeichnung) und eine pechschwarze Katze, unsere Tia. Es herrschte Friede und Eintracht unter den Katzen und wir Dosis genossen es Kitten zu haben. Einige Monate gingen ins Land. Wir ließen unsere Mädels nicht sterilisieren, weil Tia noch etwas zu jung war und sich Lilly nicht anfassen ließ. Es war strengster Winter mit Eiseskälte und Schnee, als wir ein Miauen hörten, dass nicht von unseren vollzählig versammelten Katzen kam. Schließlich bemerkten wir einen Kater, der jämmerlich maunzend auf dem Parkplatz saß.

Das war er. Wir nahmen ihn erstmal in den Windfang, gaben ihm zu essen und zu trinken und schließlich kamen die anderen Katzen zur Begrüßung. Die waren nicht begeistert. Im Gegenteil - sie griffen ihn an. Aber wir mochten ihn nicht wieder nach draußen schicken. Also Kater geschnappt, rein ins Schlafzimmer und Tür zu. Hier hatte er seine Ruhe. Sobald aber einer der anderen reinkam gab es die große Klopperei. Wir achteten also sorgsam darauf, dass die Tür geschlossen blieb. Abgeschlossen haben wir allerdings nicht, was sich als Fehler erwies. Lucky, wie wir ihn nannten, konnte entwischen als unser Hund die Tür aufgemacht hat. Obwohl er dabei von den anderen verprügelt wurde schwängerte er sowohl Mutter als auch Tochter.

Als es langsam frühlingshaft wurde ging er erstmal stiften. Bereits Mitte April dachten wir es wäre bei Tia so weit. Sie war so kugelrund, als würde sie bald platzen. Es zog sich allerdings noch bis zum 15. Mai hin. Bei ihr ging es so unkompliziert, dass ich es gar nicht bemerkte. Die Wurfkiste stand ja schon lange bereit. Ich spielte am PC ein Adventure und ging nur in die Küche, weil ich mir etwas zu trinken holen wollte. Da lag auf einmal Tia in der Wurfkiste und neben ihr Lilly, die sie putzte. Bei genauerem Hinsehen entdeckte ich drei weiße Kitten mit Tigerflecken. Es passierte auch nichts mehr. Ich versorgte Tia, spielte mein Spiel zu Ende und ging einkaufen. Als ich zurückkam sah ich auf einmal doppelt so viele Kitten. Kein Wunder, dass sie so dick war. Es waren sechs kerngesunde wohlgenährte Kinder.

Aber die Mama war ziemlich erschöpft. Während sie fraß und schlief kümmerte Lilly sich um sie und die Kleinen. Da es ja auch bei ihr bald soweit war hatte sie schon Milch und sie ließ die Kitten auch bei sich trinken.  Lilly holte sich immer zwei der Babys und ließ sie bei sich trinken. Als ihre eigenen geboren wurden stand ihr umgekehrt Tia bei. Es waren drei Kitten, aber zwei waren nicht so gesund wie Tias Bande. Der Kater starb nach ein paar Tagen und die eine Katze bekam so schlimmen Katzenschnupfen, dass wir sie schließlich einschläfern mussten. Nur Betty war pumperlgesund. Aber Lilly wollte sie alle drei nicht säugen. Als dann aber Tias Babys ankamen durften sie auch mit ran. So holten wir dann immer zwei Kitten und legten sie bei ihr an. Dann war es in Ordnung, dass ihre eigenen auch saugten. Lillys Kitten kamen nämlich drei Wochen später zur Welt.

Als Betty schon entwöhnt war und wir sie zu einer guten Dosi gegeben hatten kamen Tias Kitten immer noch an und saugten bei Lilly, während sie bei ihrer Mutter nicht saugten. Als es Sommer wurde war Lucky auf einmal wieder da. Wir machten ihn mit seinen Kindern bekannt, aber er wollte sich nicht zu ihnen bekennen. Wir konnten ihn schließlich an eine Familie mit Kindern vermitteln, wo es ihm sehr gut geht. Auch die anderen Kitten und Tia wurden gut vermittelt. Alles an Bekannte, so dass wir wussten was aus ihnen wird. Zwei behielten wir aber. Lilly übernahm die Erziehung ihrer Enkel. Wir hatten jetzt fünf Katzen. Pelle war Nathalies Liebling, denn sie war seine erste Bezugsperson, Eva mochte Tiger besonders, Manfred kümmerte sich vor allem um Lilly und ich hatte Sammy als Lieblingskater. Als wir uns trennten blieben erstmal alle Katzen bei meinem Exmann, weil ich noch nicht einmal eine Wohnung hatte.  Als ich dann eine hatte vermisste ich es unwahrscheinlich eine Katze zu haben. Deshalb bat ich meinen Exmann darum mir Sammy zu überlassen. So kam er zu mir.


Veröffentlicht am 16.04.11, geschrieben von Ute Perlach, Webseite: Muschels Welt


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